Die Monate August und September im „Evangelischen Kindergarten Regenbogen“

Die Neugierde wurde seit Monaten bei den Kindergartenkindern geweckt, denn sie übernahmen die Verantwortung für unsere Pflanzen und lernten sich selbst als Teil der Natur kennen. Das Gärtnern hat einen positiven Einfluss auf die Entwicklung unserer Kleinen. Pflanzen züchten bedeutet in erster Linie agieren und experimentieren. Kinder gärtnern gern, weil sie dabei die Welt mit ihren Händen anfassen und entde­cken können – vom Greifen zum Begreifen. Um ein aktives und überlegtes Erforschen pflanzlichen Lebens zu ermöglichen, ist jedoch nicht die Hand allein gefragt, sondern Hand und Gehirn zusammen.

Unsere Kinder konnten den ganzen Lebenszyklus der Pflan­zen verfolgen. Gemeinsam haben wir Monate zuvor das Saatbeet vorbereitet und noch vorhandene Erdklumpen zerkleinert. Nicht zu vergessen, das Ziehen der Saatrillen, um bereits vorgezogenes oder lediglich die Samen hineinzulegen. Unsere Kinder haben das Pflanzen unter natürlichen Bedingungen kennengelernt und konnten dadurch zahlreiche Beobachtun­gen machen und unter anderem im August Ernten – Möhren, Erdbeeren, Kohlrabi, Salatköpfe und noch vieles mehr.

 

Neben dem Pflanzen haben wir neue Gesellschafts- und Konstruktionsspiele getestet, diese fördern wie auch alle anderen Spiele, unsere Kinder auf unterschiedliche Weise. Während Rollenspiele in unseren Spielküchen oder Kaufläden die Fantasie und auch das Sozialverhalten anregen, bewirken Gesellschafts- und Konstruktionsspiele andere kleine Wunder.

Aber was genau haben unsere Kinder im August vertiefend gelernt?

§  Geduld

§  Logisches Denken

§  Konzentration

§  Konfliktlösungen

§  Motorische Fähigkeiten

§  Umgang mit Frust

Astrid Lindgren sagte einst: „Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann.“

Im September war es so weit! Der KiKA war zu Gast bei uns im Evangelischen Kindergarten „Regenbogen“. An diesem Tag baute Moderatorin Singa gemeinsam mit den Kindern und fleißigen Helfern einen Hühnerstall für unsere Hühner, die die Kinder in der Kita selbst in einem Inkubator ausgebrütet haben.

Herzlich Willkommen liebe Großeltern!

Unsere Kindergartenkinder haben liebevoll ein Programm zum Thema „Zwerge“ für den Oma- und Opanachmittag einstudiert.  Dabei sagte eine Erzieherin:

 

Für ihre Enkelkinder sind sie:

Betreuer, wenn die Eltern verhindert sind.

Verwöhner beim Zeitschenken für Zuhören, Spielen und Vorlesen.

Erklärer beim Entdecken der Welt, Natur und Technik.

Fremdenführer für Ausflüge zu Burgen, Museen und weiteren Wanderzielen.

 

Im Gegenzug erhalten Sie:

Ein Händchen zum Anfassen.

Ein offenes, nicht gestelltes Lachen.

Einen ihrer wichtigsten Menschen in ihrem Leben, der Sie innig liebt.

Die Rechte von Kindern zu stärken, ist das Ziel des Weltkindertages am 20. September.

 

Dies nahmen wir uns zum Anlass, gemeinsam einen fröhlichen Gottesdienst auf dem Glöckchen in Gräfenroda zu feiern. Unser Pfarrer Sebastian Pötzschke läutete den Gottesdienst mit dem Erklingen des Glöckchens ein und erzählte den Kindern eine Geschichte aus der Bibel.

 

 

Aber auch für ihn haben die Kinder ein Lied, ein Fingersiel und Gedicht vorbereitet. Mit dem Vater Unser und dem Kindersegen endete unser Gottesdienst.

Ein Kindergartentag ist für die Kinder anstrengend. Umso wichtiger ist ein guter Start in den Tag mit einem gesunden Frühstück. Gemeinsam nehmen alle Kinder der Einrichtung dieses zu den Jahreszeitenwechsel, wie hier im Herbst, ein. Gemeinsam den Tisch decken und wieder abräumen, Tischrituale einhalten und Tischgespräche führen, sich unterhalten und wohlfühlen, den eigenen Hunger einschätzen, mit Geschirr und Besteck umgehen lernen, neue Lebensmittel kennenlernen und benennen können - all das sind wichtige Bildungsprozesse, die die Kompetenzen der Kinder erweitern.

Am Ende des Monates besuchte uns die Kirmesgesellschaft Gräfenroda. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle, für das gemeinsame Singen und Tanzen.

Der Monat Juli im „Evangelischen Kindergarten Regenbogen“

 

Im Mai haben wir von unserem Projekt "vom Ei zum Huhn" erzählt und geschrieben, dass die Küken ab dem 06. Juni schlüpfen werden. Doch wie ging es weiter? Pünktlich zu Pfingsten am 21. Tag war es dann so weit, das erste Ei war angepickt- der Schlüpfvorgang begann und wurde für die Kinder gefilmt, da diese sich im Wochenende befanden. Die ersten Piepsgeräusche waren bereits aus mehreren Eiern zu hören und der Durchbruch mit dem Schnabel durch die Schale konnte bei dem ersten Ei beobachtet werden. Mit einem Riss in der Mitte des Ei’s brach die Schale Stunden später auf und das erste Küken war geschlüpft.

Im Morgenkreis öffneten wir das erste Mal den Inkubator und knüpften den ersten Kontakt mit den Küken. Bei Interesse durften die Kinder bereits die Küken sanft berühren und streicheln.

 

Gemeinsam wurde Futter und Wasser in das Küken-Zuhause gestellt und die Küken anschließend in ihr vorerst neues zu Hause gesetzt. Warum vorerst neues zu Hause?

 

Wir haben einen Tag mit „Fidi“ und „Singa“ vom KiKA aus Erfurt gewonnen und werden einen Hühnerstall bauen

Was unsere Schulanfänger im Juni erlebt haben...

Voller Begeisterung machten sich die Vorschulkinder auf den Weg zum Feuerwehrhaus in Gräfenroda. Dort wurden sie von Herrn Röhrig begrüßt. An diesem Tag erfuhren die Kinder einiges über die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und begutachteten die Ausrüstung eines Feuerwehrautos. Wer wollte, durfte sogar hinterm Lenkrad Probesitzen. Der absolute Höhepunkt des Ausflugs war das jedes Kind mit dem Feuerwehrschlauch spritzen durfte. Die Kinder bedankten sich sehr herzlich mit selbst hergestellter Schokolade.

Auch die Polizeimeisterin Frau Faupel besuchte uns und erklärte den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr - diese waren sehr gut vorbereitet, sagte sie. Schon früh sollen Kinder lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Bereits im Kindergarten sollten sie die Regeln kennenlernen, die sie ihr ganzes Leben begleiten werden.

Faszination Modelleisenbahn – für Mädchen und Jungen. Der Verein für historische Technik und Eisenbahngeschichte Gräfenroda e.V. öffnete für uns seine Pforten und gewährte uns einen großartigen Einblick. Bei den Kindern wurde ein großes Interesse entfacht. Die Modelleisenbahn erlaubte es den Vorschulkindern, in eine faszinierende neue Welt einzutauchen. Anhand verschiedener Eisenbahnmodelle erfuhren sie mehr über den Eisenbahnbau und die historischen Ereignisse

Die Vorschulkinder besuchten unseren Bürgermeister Herrn Straube mit dem Amtsleiter der Haupt- und Personalverwaltung Herrn Walther. Nach einer Fragerunde durften die Kleinen sich das Büro des Bürgermeisters anschauen.

Noch bevor die zukünftigen Schulkinder nach den großen Sommerferien in die erste Klasse der Grundschule gehen werden, durften diese am Ende des aktuellen Kindergartenjahres bereits vorab ihre neue Schule beim Basteln und am gemeinschaftlichen Tun kennenlernen. Nach diesem für die Kinder eindrucksvollen Nachmittag und die wöchentliche pädagogische Schulvorbereitung im Kindergarten sind sie bereits alle sehr gespannt auf das Leben in der Schule.

Beim Besuch im Heimatmuseum fanden besonderes Interesse die Utensilien der Schulzeit von früher. Das Museum zeigte den Kindern einen Querschnitt der Orts- und Industriegeschichte Gräfenrodas.

Ein herzlicher Dank geht auch an Frau Neumann aus der Bibliothek. Nach mehreren Besuchen bei ihr, erhielten unsere Vorschüler ihren Bibliotheksleseausweise.

„Pflanzt sie, pflegt sie!“

Nach dem Christfest kam der Ruprecht müd ins Zwergenland. Eine große Wunderzwiebel trug er in der Hand. „Pflanzt sie, pflegt sie“, sprach der Alte, „wenn ich lieg im Traum, dann wächst lustig unser neuer Zuckertütenbaum!“

Abschied nehmen vom Kindergarten hieß es für 9 Kinder. Gemeinsam feierten wir ein wunderschönes Zuckertütenfest. Auf ihren Programmpunkt für die Eltern haben sie sich in den vergangenen Wochen mit Frau Schulz vorbereitet, sowie fleißig geübt und ihnen die Geschichte des Kinderbuchautors Albert Sixtus „Der Zuckertütenbaum“ präsentiert.

120 Jahre Kindergarten in der Neuen Straße in Gräfenroda- vom Helenen-Nadinen-Stift zum evangelischen-lutherischen Kindergarten - unser Juni

1902 wurde in der Neuen Straße in Gräfenroda die erste Kleinkinderschule, das Helenen-Nadinen-Stift eröffnet, der spätere und noch heutige evangelisch-lutherische Kindergarten. Er war der erste Kindergarten in Gräfenroda. Dank des Engagements von Julius Möller und namhafter Sponsoren, war es möglich eine solche Einrichtung speziell für Kinder zu bauen. 2022 gibt es den Kindergarten noch immer und er hat von seiner Beliebtheit sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern und Großeltern nichts verloren.

 

Am 18.Juni 2022 wurde der 120. Geburtstag gefeiert. Jung und Alt, ehemalige Leitungen und Pfarrer, der Kirchengemeinderat, sowie die Kinder mit ihren Familien kamen, um dieses Jubiläum gemeinsam zu begehen.

Bei herrlichem Sommerwetter begrüßte die Leiterin, Frau Adriana Reimann, die Anwesenden und die Kinder eröffneten das Fest mit einem unterhaltsamen Programm, in dessen Mittelpunkt der Regenbogen mit seinen vielen Farben stand.

Herzlicher Applaus belohnte alle Mitwirkenden für ihre Mühe. Auch der Kirchenchor ließ es sich nicht nehmen, dem Kindergarten und allen, die dazu gehören, ganz herzlich auf seine Weise zu gratulieren. Die Gäste erhielten Liederblätter und wurden zum Mitsingen aufgefordert. Zwischen beiden Programmpunkten hielt Pfarrer Pötzschke seine Andacht, in der er betonte, dass die Kinder das höchste Gut sind, das ein Land haben kann. Er wünschte allen Heranwachsenden viel Spaß und Freude bei der Vorbereitung auf das Leben und eine Zeit, an die sie sich gern erinnern sollen.

 

 

Die Leiterin bedankte sich in ihrer Ansprache herzlich bei allen Kindern und Erzieherinnen für ihre fleißige Vorbereitung des Festes, aber auch für ihre tägliche, engagierte und liebevolle Arbeit mit den Kindern. Sie vergaß auch nicht herzlich den Eltern und Großeltern, sowie der Gemeinde für die Unterstützung zu danken, ohne die eine solche Aufgabe nicht zu erfüllen wäre.

Anschließend übergab die Vorsitzende des Heimatvereins Gräfenroda e.V., Frau Karola Eschrich, eine kleine Gedenktafel zu Ehren des Urhebers des Kindergartens, Julius Möller. In wenigen Worten erläuterte sie wer Julius Möller war und weshalb er an diesem Tag geehrt wurde. Sie dankte auch Herrn Mario Fett für die kostenlose Anfertigung der Tafel.

Der Bürgermeister der Gemeinde Geratal und Ortschaftsbürgermeister von Gräfenroda, Herrn Dominik Straube, ließ er sich nicht nehmen, den Kindergatten zu seinem Jubiläum ganz herzlich zu gratulieren. Er und auch seine beiden Söhne waren selbst in der Einrichtung Kinder gewesen. Er überreichte der Leiterin eine Urkunde mit zwei Bildern, dem Gebäude 1902 und heute 2022. Aber das war noch nicht alles. Da der Kindergarten den Namen „Regenbogen“ trägt bekam Frau Reimann einen „Regenbogenzwerg“ überreicht. Dieser wurde in der Zwergstatt Gräfenroda extra für diesen besonderen Tag von Helma Ortmanns Maler Jonas Reimann bemalt. Frau Reimann, zuerst ein wenig sprachlos, versprach überglücklich, dass dieser besondere Zwerg einen würdigen Platz im Kindergarten bekommen werde.

Nach Beendigung des Programmes konnten es sich die Gäste bei Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, Bratwurst und kalten Getränken, sowie Eis aus der Eismanufaktur Geratal schmecken lassen.

 

Die Kinder erlebten einen großartigen Nachmittag mit vielen Aktivitäten wie Kinderschminken, Bastelstraße, Reiten und dem Puppenspiel „Hänsel und Gretel“ der Kleinkunstbühne Ilmenau-Roda.

 

Auch die Dörrberger Musikanten unter der Leitung von Matthias Heinemann ließen es sich nicht nehmen, den Kindergarten ganz herzlich mit Musik zu gratulieren.

Gegen Abend ging eine wunderschöne Jubiläumsfeier zu Ende.

 

Danke an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

 

Der Monat Mai im „Evangelischen Kindergarten Regenbogen“

 

 

Die fünf Hühnerchen

 

 

 

Ich war mal auf dem Dorfe,

 

da gab es einen Sturm,

 

da zankten sich fünf Hühnerchen

 

um einen Regenwurm.

 

 

 

Und als kein Wurm mehr war zu sehen,

 

da sagten alle: „Piep!“

 

Da hatten die fünf Hühnerchen

 

einander wieder lieb.

 

 

 

 

Gemeinsam beobachten wir in unserem Brutkasten die Entwicklung eines Huhnes in Tagesschritten. Wir erhielten 11 Hühnereier. Ob diese Eier tatsächlich auch alle befruchtet sind, ist erst ab dem 7. Tag festzustellen.

 

 

Wir leiteten das Projekt gemeinsam mit dem Besuch der Henne „Frida“ ein. Anschließend legten wir gemeinsam mit den Kindern die elf Hühnereier in den Brutapparat (Inkubator). Dieser steht, jederzeit zugänglich und für die Kinder sichtbar, auf einem Regal im Gruppenraum. Das Wenden der Eier wurde durch eine Automatik des Brüters erledigt, während die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit von den Mitarbeitern und Kindern jeden Tag kontrolliert wurde.

 

 

Nach 7 Tagen werden die Eier geschiert. In einem abgedunkelten Raum durchleuchteten wir die Eier einzeln nacheinander mit einer hellen Taschenlampe, um festzustellen, ob die Eier befruchtet sind und sich bereits ein Embryo entwickelt hat. In 10 von 11 Eiern ist die Luftblase sowie ein dunkler Punkt mit feinen Äderchen zu erkennen gewesen. War das eine Freude.

 

 

Ab dem 05.Juni werden wir hoffentlich nach 21 Tagen einen Riss in der Mitte des Ei’s entdecken und die ersten Küken herzlich in unserem Evangelischen Kindergarten WILLKOMMEN heißen, aber dazu im nächsten Artikel mehr.

 

Säen, pflanzen und bald auch ernten, heißt es bei uns im Garten…

112 - Unsere kleinen Ersthelfer

 

Auch Kinder sind in der Lage Erste Hilfe zu leisten. Unsere Vorschüler übten gemeinsam mit einer ausgebildeten Fachkraft und ihrer Gruppenpädagogin Frau Schulz alles rund um die Erste Hilfe. Spielerisch lernten Sie:

 

   - das Absetzen eines Notrufs

    - das richtige Verhalten an einem Notfallort

 

   - den Umgang mit Pflaster

 

   - das Anlegen verschiedener Verbände

 

   - die stabile Seitenlage und vieles mehr

 

 

Während viele Erwachsene bei Unfällen oft noch unsicher in Erster Hilfe sind, gingen unsere Kinder im Kindergarten mit Eifer und ohne Berührungsängste dran ihr theoretisches Wissen, praktisch umzusetzen.